Grundlage der sozialdiakonischen Arbeit der Pforzheimer Stadtmission e.V.
    im Bereich der Wohnungslosenhilfe


    Die Arbeit der Pforzheimer Stadtmission e.V. erfolgt auf der Grundlage von Schrift (Bibel) und Bekenntnis    (Bekenntnisschriften). Diakonisches,soziales Handeln ist Wesens- und Bekenntnisäußerung des christlichen    Glaubens und steht in der christlichen Tradition der Ausgestaltung des Doppelgebots der Liebe und der    christlichen Sorge für die Armen.
   "Du sollst Gott den Herrn von ganzem Herzen lieben und deinen Nächsten wie dich selbst"
   (Matthäus 22, Verse 37-40)

   Hartwig Drude nimmt in einem Positionspapier zur Diskussion evangelischer und ethischer Grundlagen der
   Obdachlosenhilfe wie folgt Stellung:
   - 1. Armenhilfe, die sich auf christliche Überlieferung beruft, kann die Herrschaft von Menschen über
         Menschen nicht legitimieren. Dies gilt auch für die Herrschaft in Gestalt des eigenen Helfens.
   - 2. Deshalb hat christliche Armenhilfe, bevor sie hilft und heilt, für die Würde der Entrechteten
         und Armen einzutreten, d.h. diese selbst zu achten und ihrer Achtung darüber hinaus Geltung zu
         verschaffen.
   - 3. Um der vorrangigen Wiederherstellung der Würde der Betroffenen willen kann christliche Armenhilfe nur
         auf Freiwilligkeit und Entscheidungsfähigkeit (Kompetenz) der Hilfesuchenden aufbauen.
         Hilfe muß angeboten werden. Sie kann nur mit Einwilligung, d.h. nach entsprechender Vereinbarung
         mit dem Hilfesuchenden, durchgeführt werden."
   (Drude, Hartwig u.a.: Positionspapier zur Diskussion evangelischer und ethischer Grundlagen der
   Obdachlosenhilfe. In: Gefährdetenhilfe 1/90, Bielefeld 1990).

   Die Arbeit geschieht auf Grundlage des christlichen Menschenbildes und wendet sich in besonderer
   Weise den sozial ausgegrenzten Menschen zu. Ihre Würde ist von Gott gewollt und gestiftet. Dies wird durch
   Artikel 1 des Grundgesetzes in die Ordnung unseres Gemeinwesens als grundsätzlicher Wert übernommen.
   Für die Praxis der Arbeit bedeutet dies, dass wir dem Hilfesuchenden mit der ihm gebührenden Achtung und
   Respekt als Geschöpf Gottes begegnen. Weil er von Gott geliebt und wertgeachtet ist, ist er auch oder
   gerade als Hilfesuchender wertvoll.
   Gesamtgesellschaftlich und für das lokale Handeln ergibt sich daraus die Verpflichtung, menschen-
   verachtende Äußerungen und Handlungen aufzudecken und mit den jeweils nötigen und möglichen Mitteln
   entgegenzutreten.

   Die allgemeine christliche Orientierung unserer abendländischen Kultur hat Auswirkungen auf
   unsere gesellschaftlichen Verhältnisse, insbesondere auf die in der Gesellschaft geltenden Wertvorstellungen.
   So ist diese Orientierung in unserem Grundgesetz verankert (Artikel 20) und hat ihre Auswirkungen
   bis in die einzelnen Gesetzeswerke, z.B. dem Bundessozialhilfegesetz hinein.

   Die Pforzheimer Stadtmission e.V. nimmt auch mit ihrer sozial-diakonischen Abteilung, dem Wichernhaus,
   den diakonischen und gesellschaftlichen Auftrag im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips an benachteiligten
   Bürgern unseres Gemeinwesens wahr. Zielgruppe bzw. Personenkreis ergibt sich aus den einschlägigen
   gesetzlichen Bestimmungen.

  
  Pforzheimer Stadtmission e.V, Wichernhaus
  
 Wichernhaus der Pforzheimer Stadtmission e.V.   Westliche 120    75172 Pforzheim    info@wichernhaus-pforzheim.de Sitemap   Impressum